Das soziale Netzwerk Facebook will bei seinem Börsengang nahezu 12 Milliarden US-Dollar einnehmen. Aus dem aktualisierten Börsenprospekt geht hervor, dass die Aktien zwischen 28 und 35 US-Dollar kosten sollen. In bisherigen Berichten war darüber spekuliert worden, dass Facebook rund fünf Milliarden US-Dollar einnehmen könnte. Wenn alles läuft wie geplant, könnte Mark Zuckerberg den Gewinn mehr als verdoppeln.
Börsengang am 18. Mai

Blick aus der Facebook-Zentrale in Seattle, Quelle: Facebook
Das “Wall Street Journal” hält als Termin für den größten Börsengang eines Internetunternehmens den 18. Mai für wahrscheinlich. Ob es tatsächlich bei dem anvisierten Termin bleibt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, denn Mark Zuckerberg wird sich dann auf die sogenannte “Roadshow” begeben. Dabei wird er den Anlegern die neuen Facebook-Aktien schmackhaft machen. Ob diese tatsächlich bereit sind, zu dem kalkulierten Preis Aktien zu erwerben, wird sich auf seiner Verkaufstour zeigen. Erst danach wird das Unternehmen einen konkreten Ausgabepreis für die Anteilsscheine festlegen. Das “Wall Street Journal” berichtet, die Gesamtbewertung des Börsenganges läge bei rund 86 Milliarden US-Dollar.
Zuckerberg behält die Fäden in der Hand
Damit setzt sich Facebook an die Spitze der Top-Unternehmen. Zum Vergleich: Google wurde beim Börsengang in 2004 mit 23 Milliarden US-Dollar bewertet, heute ist der Suchmaschinenriese rund 200 Milliarden US-Dollar wert. Mark Zuckerberg wird auch nach dem Börsengang die Fäden in der Hand behalten, denn bei ihm werden 57,3 Prozent der Stimmrechte verbleiben. Das “Hamburger Abendblatt” berichtet, der Aktienanteil Zuckerbergs läge nach dem Gang an die Börse bei etwa 31,5 Prozent. Die Anteile des 28-jährigen wären nach dem Deal 17,6 Milliarden US-Dollar wert.
