Nach dem schlechten Start des sozialen Netzwerks Facebooks an der Börse haben erste Anleger nun Klage eingereicht. Die Kläger werfen dem Unternehmen und den beteiligten Banken eine schlampige Zusammenstellung der Informationen vor.
Verheimlichung der Gewinnprognosen

In einer Erklärung heißt es, die am Börsengang beteiligten Banken hätten ihre Gewinnprognosen kurz vor dem Start gesenkt, dies sei den Anlegern jedoch verheimlicht worden. In US-Medienberichten war die Rede davon, dass nur einige Großanleger vorher informiert worden seien. Diese hätten dann am ersten Handelstag der Aktie entsprechend vorsichtig agiert.
Nachfrage überschätzt
Nachdem die ersten drei Handelstage durch heftige Kursverluste geprägt waren, pendelte sich der Aktienkurs am Mittwoch bei rund 32 US-Dollar ein und liegt damit sechs US-Dollar unter dem Ausgabepreis. Offenbar hatte man die Nachfrage nach den Facebook-Papieren deutlich überschätzt und so zu viele Papier auf den Markt geworfen. Kurz vor dem Börsengang hatte das Unternehmen die Anzahl der ausgegebenen Aktien noch einmal deutlich nach oben korrigiert.
Vorwürfe gegen Nasdaq
Auch die Nasdaq-Börse muss sich im Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang auf eine gerichtliche Auseinandersetzung vorbereiten. Ein Investor hat bereits Klage gegen die Börse eingereicht, da technische Probleme am ersten Handelstag dafür sorgten, dass über Stunden nicht klar war, ob Kauf- und Verkaufaufträge ausgeführt wurden oder nicht. Inzwischen hat der amerikanische Nachrichtensender CNBC berichtet, der Bankenausschuss des Senats wolle die Details des Börsengangs prüfen.

