Stiftung Warentest hat 62 der beliebten Smartphone-Apps unter die Lupe genommen. Dabei stellten die Tester zum Teil gravierende Sicherheitsmängel fest. Von den untersuchten Anwendungen wurden nur 26 als unkritisch eingestuft.
Beliebte Anwendungen wurden als “sehr kritisch” eingestuft

Gerade sehr beliebte Anwendungen wie WhatsApp oder iTranslate wurden von den Testern als “sehr kritisch” eingestuft, da sie erheblich in die Privatsphäre des Users eingriffen. So werden sensible persönliche Daten wie Name oder Mailadresse und teilweise auch Passwörter unverschlüsselt an den App-Anbieter weitergeleitet. Stiftung Warentest betont, dass der User in den meisten Fällen dabei gar nicht um Erlaubnis gefragt würde.
Gefahr bei der Nutzung in einem öffentlichen WLAN-Netz
Die Warentester weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass durch die unverschlüsselte Übertragung eine Nutzung der “sehr kritischen” Apps in einem ungesicherten WLAN-Netz problematisch sein könnte. User sollten daher in jedem Fall darauf achten, für verschiedene Anwendungen nicht das gleiche Passwort zu nutzen. Gerade beim Online-Banking kann das sonst für einen Nutzer fatale Konsequenzen haben.
Die “kritischen” Apps übermitteln zwar keine konkreten Daten, sammeln dafür aber andere Informationen des Users. So wird beispielsweise ermittelt, mit welchem Gerät ein User auf die Anwendung zugreift. So könnte der App-Anbieter mit den Daten Nutzerprofile erstellen, die dann für eine gezielte Werbung genutzt werden könnten.
Insgesamt untersuchte die Stiftung Warentest 62 mobile Apps für die Betriebssysteme Apple iOS, Android sowie eine Navi-Anwendung für Windows Phone.


