Die Facebook-Aktie fällt weiter und nach der ersten Handelswoche lag der Kurs gestern erstmals unter 29 US-Dollar. Nach einem Ausgabepreis pro Aktie von 38 US-Dollar sind die Anleger erzürnt und das soziale Netzwerk sieht sich mit immer mehr Klagen konfrontiert.
Spekulanten erwarten 25 US-Dollar-Kurs
Bereits der Börsenstart geriet mit technischen Pannen nicht furios und auch die weitere Entwicklung der Aktie erwies sich als negativ. Das “Wall Street Journal” berichtet bereits von Optionsgeschäften, bei denen mit einem Kurs von 25 US-Dollar für die Facebook-Aktie spekuliert würde. Mit dem Börsengang erfüllt das soziale Netzwerk ein weiteres Superlativ, das sicher so nicht angestrebt war: Mit dem rasanten Kursverfall ist es einer der schlechtesten Börsenstarts eines großen Unternehmens.
Alteigentümer haben gut verdient
Die empörten Anleger werfen Facebook und den mit dem Börsengang betrauten Banken vor, nicht alle Informationen weitergeben zu haben. Die Alteigentümer Facebooks haben bei dem Börsengang satt verdient, während die Aktienkäufer nun mit kräftigen Verlusten leben müssen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und die anderen Eigentümer haben bei dem Deal 16 Milliarden US-Dollar eingenommen.
Gestern berichtete die “New York Times”, Facebook arbeite an einem eigenen Smartphone, das spätestens im kommenden Jahr auf den Markt kommen könnte. Doch auch diese Aussicht stimmte die Börse nicht milder und verschaffte der stetig fallenden Aktie keinen Anstieg.


