Die Internetverwaltung ICANN hat am gestrigen Mittwoch die Liste der Namen bekannt gegeben, für die die neuen Top-Level-Domain-Endungen beantragt wurden. Gerechnet hatte die Netzverwaltungsbehörde mit ungefähr 500 Anträgen, eingegangen sind 1.930.
Große Unternehmen bewerben sich für begehrte Endungen

Die eingegangen Anträge werden nun überprüft, für begehrte Endungen wie .app oder .shop gibt es mehrere Bewerber. Begehrt sind auch Endungen wie .music oder .blog. Bei einigen der gefragten Endungen konkurrieren die großen Unternehmen wie Google oder Amazon um die neue Domainendung. Nach Angaben der ICANN gingen 66 Bewerbungen für geographische Endungen wie .africa oder .bayern ein. Vor allem aus Nordamerika gab es mit 911 eine Vielzahl von Anträgen, auf dem zweiten Rang folgt Europa mit 675 Bewerbungen. Allein eine Bewerbung um eine Top Level Domain kostete 185.000 US-Dollar.
ICANN prüft die Anträge
Ab dem kommenden Monat wird die ICANN die eingereichten Anträge prüfen. ICANN-Vize-Präsident Kurt Pritz betonte, man wolle die Bewerbungen aufteilen und jeweils Blöcke von rund 500 Anträgen abarbeiten. Die Bewerber müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen, bei den Endungen dürfen keine Markenrechte verletzt werden. In Fällen, in denen es mehrere Bewerber für eine Endung gibt, wird die Entscheidung der ICANN länger dauern. Erstaunlich in diesem Zusammenhang: Für die Endung .sex gab es nur eine einzige Bewerbung.

