Schon seit langem schreibt der finnische Handy-Hersteller Nokia rote Zahlen. Nun kündigte das Unternehmen an, weltweit weitere 10.000 Stellen zu streichen. Die Luxusmarke Vertu soll an einen Finanzinvestor verkauft werden.
Luxusmarke Vertu wird verkauft
Einem Bericht der Nachrichtenagentur “Bloomberg” zufolge soll der Verkauf Vertus rund 200 Millionen Euro in die Kassen des schwächelnden Unternehmens bringen. Mit dem Verkauf und den Stellenstreichungen will Nokia radikale Sparmaßnahmen durchführen und vor allem Kosten senken. Im ersten Quartal des Jahres musste der Konzern einen Verlust von 929 Millionen Euro hinnehmen.
Arbeitsplätze in Deutschland betroffen
Von den Stellenstreichungen sind auch Arbeitsplätze in Deutschland betroffen. Unter anderem berichtet das “Hamburger Abendblatt” der Standort für Forschung und Entwicklung in Ulm solle bis Ende September dieses Jahres geschlossen werden. Davon sind 730 Mitarbeiter betroffen. Insgesamt ist von den Streichungsplänen des Unternehmens weltweit jeder fünfte Arbeitsplatz in der Handy-Sparte betroffen.
Konzentration auf Lumia
In Zukunft will Nokia sich vor allem auf die Smartphones konzentrieren. Vor allem die Geräte der Lumia-Marke sollen effektiver am Markt beworben werden. Die Modelle mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone sind seit Ende des letzten Jahres auf dem Markt. Darüber hinaus will Nokia künftig mit ortsbasierten Diensten, digitaler Fotografie und mobiler Navigation punkten. Um diese Sparten weiter auszubauen wird es in anderen Geschäftsbereichen Kürzungen geben.