Mit einer bundesweiten Messkampagne will die Bundesnetzagentur die Geschwindigkeiten von Breitbandanschlüssen prüfen. Auf der eigens eingerichteten Internetseite www.initiative-netzqualität.de können Internetuser ihren Breitbandanschluss prüfen. Die Ergebnisse wird die Behörde in einer Studie verarbeiten.
Tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeiten werden geprüft

In einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur heißt es, mit den Tests solle überprüft werden, wie häufig die tatsächlichen Datenübertragungsraten von den vertraglich vereinbarten Übertragungsgeschwindigkeiten abweichen. Mit der Aktion soll im Hinblick auf die Qualität von Netzanschlüssen eine größere Transparenz erreicht werden. Nach Angaben des Bundesnetzagentur-Präsidenten Jochen Homann werden in der Studie auch unterschiedliche Technologien und regionale Unterschiede Berücksichtigung finden.
Usermithilfe erforderlich
Um sich ein klares Bild von der Situation zu machen, ist die Netzagentur daher auf die Hilfe der User angewiesen, die auf der Internetseite mit ihrem Messergebnis zu der Erhebung beitragen können. Nach Angaben der Agentur soll ebenfalls untersucht werden, wie sich die Datenraten ändern, wenn parallel IPTV oder VoIP genutzt werden. Die Studie startet im Juni und läuft bis zum Dezember 2012.
Providerbefragung im zweiten Halbjahr
Für das zweite Halbjahr ist eine Befragung der Provider geplant. Dabei soll überprüft werden, ob die mit dem Anfang Mai geänderten Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes entsprechend umgesetzt werden. Die Behörde plant mit der derzeitigen Erhebung zunächst nur die Aufnahme des Ist-Zustandes. Langfristig soll die Studie jedoch dazu beitragen, die Transparenzvorgaben für die Nutzer dauerhaft zu verbessern.


