Die ersten Mieter des Wohnungsunternehmens Degewo in der Berliner Gropiusstadt sind seit Anfang der Woche an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt sollen mehr als 4.000 Wohnungen an das neue schnelle Breitbandkabel angeschlossen werden.
Achtwöchiger Testbetrieb

Zunächst startet nun ein achtwöchiger Testbetrieb währenddessen die Mieter erste Erfahrungen mit den neuen Anschlüssen sammeln können. Am Ende sollen mittels Fragebögen Schwachstellen aufdeckt werden. In einem eigens angelegten Bautagebuch informiert die Degewo Mieter und Interessierte über den Fortgang des ehrgeizigen Projektes.
Im vergangenen September startete das Projekt in einer Kooperation zwischen der Degewo Ericsson, der QSC AG und Vattenfall. Dabei sollen die Mieter in einem sogenannten Open-Access-Modell die Wahl zwischen unterschiedlichen Anbietern haben. Degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka betonte, mit den Glasfaseranschlüssen würden die Wohnungen für die nächste Jahre attraktiv gemacht. In Kürze feiert die Berliner Gropiusstadt ihr 50-jähriges Bestehen.
Erfahrungen für intelligente Stromnetze der Zukunft
Auch der Energieversorger Vattenfall ist an dem Projekt beteiligt. Nach Angaben des Mitglieds der Geschäftsführung Dr. Helmar Rendez könne Vattenfall bei dem Pilotprojekt wichtige Erfahrungen für die künftige Energieversorgung sammeln, die langfristig dem gesamten Berliner Stromnetz zu Gute komme. Gerade im Hinblick auf eine intelligente Stromversorgung kann das Energieunternehmen in der Gropiusstadt erste Erfahrungen sammeln.
Die Kosten für das “schnellste” Kommunikationsnetz Berlin belaufen sich auf insgesamt vier Millionen Euro. Zunächst ist das Projekt auf vier Jahre befristet, in dem die beteiligten Unternehmen wichtige Erkenntnisse für die Zukunft sammeln möchten.

