Die Bundesnetzagentur hat einer Pressemitteilung zufolge keine Bedenken gegen ein geändertes Preismodell der Deutschen Telekom im Bereich der VDSL-Anschlüsse. Im April hatte die Bundesbehörde zunächst das geänderte Preismodell des Telekommunikationsunternehmens vorläufig untersagt.
Telekom nimmt Änderungen am Preismodell vor

Telekom Zentrale in Bonn, Foto: telekom.com
Nun teilt die Bundesnetzagentur mit, dass das laufende Entgeltregulierungsverfahren eingestellt werden soll. Nach Angaben der Agentur habe die Telekom einige Änderungen an ihrem Preismodell vorgenommen, die den Bedenken der Regulierer Rechnung trügen. Unter anderem hat die Telekom ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, das monatliche Überlassungsentgelt erhöht und die Höhe des Mindestkontingentes gesenkt um auf die Einwände der Regulierer zu reagieren. Die Regulierungsbehörde teilt nun in einer Erklärung mit, dass mit den erfolgten Änderungen die Bedenken ausgeräumt worden seien. Mit dem jetzigen Modell sei es vor allem ausgeschlossen, dass die Vorleistungskunden für einen längeren Zeitraum an die Telekom gebunden seien. Aufgrund der Entscheidung der Bundesnetzagentur kann die Telekom ihre VDSL-Anschlüsse in Zukunft mit einem Mengenrabatt an andere Anbieter verkaufen. Es ist davon auszugehen, dass die Verbraucherpreise künftig entsprechend sinken werden. Einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” zufolge wird die Telekom den ersten Vertrag mit dem regionalen Netzanbieter Netcologne abschließen.
Stellungnahme der EU-Kommission abwarten
Die endgültige Zustimmung der Bundesnetzagentur kann erst erfolgen, wenn die EU-Kommission und die Regulierungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten eine Stellungnahme zu den geplanten Änderungen abgegeben haben. Die Netzagentur teilt mit, dass dies innerhalb einer einmonatigen Frist erfolgen wird.
