EU-Kommissarin Neelie Kroes will die Cloud sicherer machen. In einem Bericht von “Spiegel Online” heißt es, Kroes wolle mehr Datenschutz und Sicherheit für die Cloud-User erreichen.
Einheitliche und verbindliche Standards

Einer aktuellen Meldung der “Financial Times Deutschland” zufolge will die zuständige EU-Kommissarin mit einem Siegel “Made in Europe” einheitliche und verbindliche Standards für das immer beliebter werdende Cloud-Computing schaffen. Viele Nutzer befürchten Kontrollverluste und haben Sicherheitsbedenken, wenn sie ihre sensiblen Daten in einer “Datenwolke” beim Provider ablegen. Um diese Sicherheitsbedenken auszuräumen will Kroes einen einheitlichen Standard zum Datenschutz unter den EU-Staaten erreichen. Dabei will die Kommissarin ihr Modell auf drei Säulen stützen: Den gesetzlichen Rahmen, mit dem Standardvertragsklauseln vorgegeben werden, sowie einen einheitlichen technischen Standard. Als letztes plant Kroes einen weltweiten Dialog, um die Sicherheit der Daten auch außereuropäisch zu koordinieren.
Europa liegt hinter den USA zurück
Analysten gehen davon aus, dass das Cloud-Computing in den nächsten Jahren enorm an Bedeutung gewinnen wird und in diesem Bereich ein hohes Wachstumspotential steckt. Kroes geht nach Angaben des “Spiegel” davon aus, dass in dem Bereich innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Wachstumspotential von mehr als 200 Milliarden Euro schlummere. Beim Geschäft mit der Datenwolke hat Europa aber inzwischen den Anschluss an die USA verloren und liegt nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens Gartner rund zwei Jahre hinter den Vereinigten Staaten zurück. Die “FTD” berichtet, auch die Analysten gingen davon aus, dass besonders die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen EU-Ländern als Bremse wirkten.

