Die Nutzung von Radio- und Audioangeboten im Netz erfreut sich steigender Beliebtheit. Das geht aus einer Studie der Goldmedia GmbH um Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM hervor. Demnach nutzen die Hörer dabei vor allem die Möglichkeit von mobilen Endgeräten auf die Angebote zuzugreifen, denn jeder sechste Aufruf erfolgt mobil.
Streamingdienste und Webradio

Nach Angaben der Studie hören 4,5 Millionen Deutsche regelmäßig Musik direkt aus dem Netz. Neben den 3.000 Webradioangeboten nutzen die Hörer dabei auch die Angebote der Streamingdienste wie Spotify oder Napster. Der Branchenverband Bitkom geht davon aus, dass die Zahl der User in diesem Bereich weiter ansteigen wird.
Aufruf über Senderwebseiten
Aus einer Pressemitteilung der Goldmedia GmbH geht hervor, dass die Abrufe bei den Webradioangeboten im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 13.800 Abrufe gestiegen sind. Dabei werden vor allem die Webseiten der Sender genutzt, um auf die Angebote zuzugreifen. Nach Angaben der Studie sind die Zugriffzahlen von stationären PCs von 69 auf 62 Prozent gesunken. Bis zum Jahr 2014 geht man von einem Rückgang auf 54 Prozent aus. Demgegenüber gehen die Analysten von einem weiteren Anstieg des Empfangs über mobile Endgeräte aus. 57 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass die mobilen Geräte die üblichen UKW-Radios ersetzen werden. Obwohl alle großen Radiosender Aufritte bei den sozialen Netzwerken pflegen, spielen Facebook und Co derzeit beim Aufruf der Webradiosender kaum eine Rolle. Die Präsenzen werden vor allem zur Kommunikation mit den Hörern genutzt.


