Die EU-Kommission hat wegen unlauterer Geschäftspraktiken ein Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet. Grund ist die fehlende freie Wahl des Internet-Browsers.
Keine Anzeige alternativer Browser

Alternativ-Browser Firefox
Die EU-Kommission bemängelt, seit Februar dieses Jahres hätten User nicht mehr die Wahl bei der Einstellung eines Web-Browsers, denn nach einem Windows 7-Update wären dem Nutzer keine alternativen Browser mehr angezeigt worden. Aufgrund dieser Umstände hat die EU-Kommission eine Untersuchung eingeleitet. Mitbewerber Microsoft hatten sich bei der EU über die Praktiken des Software-Riesen beschwert. Sollten sich die Vorwürfe als richtig erweisen, muss das Unternehme mit einem Bußgeld rechnen. Die EU hatte Microsoft bereits im Jahr 2009 auferlegt, auch andere Web-Browser anzuzeigen, das Unternehmen hatte damals auch entsprechend reagiert. Vorher wurde bei einer Windows-Installation auf dem Rechner standardmäßig nur der Internet Explorer installiert. Auch in den USA hatte es bereits ähnliche Vorwürfe gegen das Unternehmen gegeben.
Microsoft räumt “Panne” ein
Diese Auswahlmöglichkeit ist nun seit Februar dieses Jahres nicht mehr gegeben, Microsoft gab inzwischen zu, dass es sich um eine technische Panne handelte und entschuldigte sich. Das Unternehmen versprach, den Fehler umgehend zu beseitigen. Der zuständige EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sieht darin eine Missachtung der EU-Vorgaben und hat Sanktionen angekündigt. Aktuellen Meldungen zufolge könne ein Bußgeld in Höhe von zehn Prozent des Jahresumsatzes ausgesprochen werden.

