Im internationalen Vergleich liegen die Deutschen mit ihren Computerkenntnissen nur noch auf dem zehnten Rang. Das teilt der Branchenverband Bitkom auf Basis einer EU-Erhebung mit. Der Branchenverband regt daher an, Informatik als Pflichtfach an deutschen Schulen einzuführen.
Spitzenreiter Island

Im Jahr 2008 befand Deutschland sich noch auf dem vierten Platz. Zu diesem Zeitpunkt konnten 60 Prozent aller Deutschen mittlere bis gute Computerkenntnisse vorweisen. Inzwischen liegt dieser Anteil bei rund 58 Prozent, viele Länder haben die Deutschen überholt. Vor allem in Island und Luxemburg verfügen die Einwohner mit 77 bzw. 75 Prozent über gute PC-Kenntnisse. Auf dem dritten Platz liegt das deutsche Nachbarland Dänemark mit einem Anteil von 73 Prozent.
Unternehmen beklagen Fachkräftemangel
Nach Angaben des Bitkom leiden die deutschen Unternehmen unter dem Fachkräftemangel. Eine Umfrage unter den Bitkom-Mitgliedern hat ergeben, dass 63 Prozent der befragten Unternehmen für offene Stellen keine qualifizierten Mitarbeiter finden. Aus einer Pressemitteilung des Verbandes geht hervor, dass rund 38.000 Stellen in Deutschland derzeit mangels fähiger Bewerber nicht besetzt werden können. Nach Ansicht des Branchenverbandes müssten daher vor allem junge Leute für diese Themen begeistert werden. Ab der Sekundarstufe II sollte Informatik als Pflichtfach an den Schulen eingeführt werden.
Um die Computerkenntnisse der EU-Bürger zu ermitteln, wurden Einwohner zwischen 16 und 74 Jahren zu ihrem Umgang mit dem PC befragt. Dabei ging es unter anderem um die Nutzung von Tabellenkalkulationen und die Erstellung eines Programmes in einer Programmiersprache.


