Pishing-Attacken im Netz haben einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des letzten Reports der Anti-Pishing-Working-Group, APWG lag der Höchststand der aktiven Pishing-Seiten im Internet bei rund 57.000 Seiten im Februar 2012.
Pishing vor allem im Finanzsektor

Aktuell wurde der Bericht für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Demnach ist die Anzahl der Pishing-Attacken von 25.000 auf aktuell 30.000 angestiegen. Bei jeder Attacke werden zum Teil Millionen von Pishing-Mails an die User versandt.
Dabei haben die Cyberkriminellen vor allem Webseiten aus dem Finanzdienstleitungssektor im Blick. Der Anteil der Pishing-Angriffe in diesem Bereich lag bei 38,1 Prozent. Danach folgen die Bezahl-Services mit 21,5 Prozent aller Attacken. Auch der Missbrauch von Markennahmen nimmt zu. Die Kriminellen nutzen inzwischen häufig vertrauenswürdige Namen, um die Verbraucher in die Falle zu locken. Insgesamt werden derzeit mehr als 400 Markennamen von Cyberkriminellen benutzt.
Weltweit 35 Prozent aller PCs infiziert
Der APWG-Report teilt mit, dass weltweit rund 35 Prozent aller PCs mit Schadprogrammen infiziert sind. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um drei Prozent. Vor allem in China liegt die Infektionsrate mit 54,10 Prozent extrem hoch. Danach folgen Taiwan mit rund 47 Prozent sowie die Türkei mit knapp 43 Prozent. Deutschland liegt mit einer Rate von 27,2 Prozent auf dem sechsundzwanzigsten Rang.
Die APWG hat sich im Jahr 2003 als Non-Profit-Organisation zusammengeschlossen. Mehr als 1.700 Unternehmen aus dem Sicherheitsbereich gehen gemeinsam gegen zunehmende Pishing-Attacken vor.

