Im Zusammenhang mit der Datensammlung für den Google-Streetview-Dienst ist es zu einer erneuten Panne gekommen. Nachdem bekannt wurde, dass bei den Aufnahmen mit den Kamerawagen auch WLAN-Informationen aufgezeichnet wurde, hatte das Unternehmen die Löschung der Daten zugesagt. Nun gab der Konzern zu, dass nicht wie versprochen gelöscht wurde.
Kleinere Datenmengen wurden nicht gelöscht
Google hat in einem Schreiben an den britischen Datenschutzbeauftragten Steve Eckersley eingeräumt, dass nicht alle Daten gelöscht wurden. Eine manuelle Untersuchung habe ergeben, dass noch kleinere Datenmengen vorhanden seien. Das Unternehmen entschuldigte sich und informierte die betroffenen Länder. Neben Großbritannien sind auch Irland, Belgien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Finnland, die Schweiz, Australien, die Niederlande und Österreich von dem Vorfall betroffen. Diese Länder hatten Google zu einer Datenlöschung angewiesen. Für die in Deutschland gesammelten Daten gab es bisher keine Anweisung zur Löschung, da die strafrechtlichen Ermittlungen noch nicht beendet sind.
Ein Mitarbeiter mit Datensammelwut
Google hatte im Frühjahr dieses Jahres zugegeben, auch unverschlüsselte WLAN-Informationen bei den Street-View-Aufnahmen gespeichert zu haben. Dabei soll es sich nach Angaben des Konzerns jedoch nur um Datensplitter gehandelt haben. Eine Untersuchung der amerikanischen Telekommunikationsbehörde ergab jedoch unter anderem auch den Mitschnitt von E-Mails. Das Unternehmen hat die gesammelten Daten eigenen Angaben zufolge niemals genutzt und betonte, die Initiative zu der Datensammlung sei nur von einem Mitarbeiter ausgegangen.

