Viele Olympia-Zuschauer störten durch ihre Kommentare in den sozialen Netzwerken offenbar die Datenübertragung beim Radrennen der Herren am Samstag. Einem Bericht des “Telegraph” zufolge waren die Netze so überlastet, dass die GPS-Informationen der Fahrer nicht weitergeleitet werden konnten. Ob dies der wirkliche Grund für die Netzwerküberlastung ist, ist fraglich.
Nur wichtige Kommentare posten

Aufgrund der Überlastung waren für die Fernsehsender keine aktuellen Daten über das Rennen verfügbar. Es gab Zuschauerbeschwerden, dass die Sender keine genauen Informationen über die einzelnen Fahrer lieferten. Die Fernsehsender betonten, der Olympic Broadcasting Service OBS würde keine exakten Daten weiterleiten. Der OBS wiederum erklärte die schleppende Datenübertragung mit der regen Nutzung der sozialen Netzwerke durch die Zuschauer. Auch Zuschauer, die sich per Twitter über die schlechte Übertragung beschwerten, verschärften die Lage durch die Netznutzung angeblich noch. Das Olympische Komitee ließ die Zuschauer über einen Sprecher auffordern, die mobilen Geräte nur maßvoll zu nutzen und sich auf wichtige Kommentare zu beschränken.
Begründung erscheint zweifelhaft
Ob dies der wirkliche Grund für die Übertragungsprobleme war, ist nicht abschließend geklärt. Die Nachrichtenagentur “Reuters” berichtet nach Angaben von “Spiegel Online”, ein Vertreter des Komitees habe ein Netzwerkproblem verantwortlich gemacht. Beim Straßenrennen der Damen gab es keine derartigen Störungen, und das obwohl sicher die meisten Zuschauer ihre Mobiltelefone für Online-Kommentare nutzen.


