Die Deutschen telefonieren immer häufiger über Handy. Im letzten Jahr wurde 3,2 Milliarden Stunden über mobile Geräte telefoniert. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Anstieg von 4,7 Prozent.
Im Schnitt drei Stunden täglich

Deutsche telefonieren verstärkt über Handy
Der Branchenverband Bitkom ermittelte aus Daten der Bundesnetzagentur, dass jeder Deutsche durchschnittlich 3 Stunden täglich mit dem Handy telefoniert habe. Vor allem Flatrates und Volumentarife der Provider sorgen dafür, dass die Verbraucher häufiger zum Handy greifen. Der Bitkom teilt mit, die meisten Telefonate würden über Flat- oder Volumentarife abgerechnet und nicht nach Minuten.
Insgesamt ermittelte die Bundesnetzagentur 107 Milliarden abgehende Gesprächsminuten sowie 86 Milliarden ankommende Minuten. Für die Provider bedeutet die steigende Gesprächsdauer aufgrund der Inklusivminuten jedoch keinen Umsatzanstieg. Bitkom-Geschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betont, dem Markt würden durch das Sinken der Terminierungsentgelte und der Roaminggebühren Mittel entzogen, die die Betreiber in den Breitbandausbau investieren könnten.
Nach Angaben des Branchenverbandes sind die Sprachdienstumsätze rückläufig und im Vorjahresvergleich um sieben Prozent gesunken. Auch für 2012 geht der Bitkom von einem Minus von vier Prozent aus. Der Umsatz aus den mobilen Sprachdiensten läge nach Prognose der Branchenkenner dann bei 14,6 Milliarden Euro.
88 Prozent aller Deutschen besitzen ein Handy
Aus einer Bitkom-Umfrage geht hervor, dass die Deutschen insgesamt über 115 Millionen Mobilfunkverträge verfügen. Im Schnitt kommen so auf jeden Einwohner 1,4 Verträge. 88 Prozent aller Deutschen besitzen ein Handy und 96 Prozent der Verbraucher nutzen es eigenen Angaben zufolge täglich.


