Die beliebte Messaging-App WhatsApp birgt hohe Sicherheitsrisiken. Die Zeitschrift “Computerbild” hat mehrere Gratis-Apps zum Nachrichtenversand getestet und kam zu dem Ergebnis, dass die vielfach genutzte Anwendung extrem unsicher ist.
Nachrichten können im WLAN mitgelesen werden

WhatsApp Startbildschirm auf einem Samsung Smartphone
Im Vergleich zum SMS-Versand ist eine Nachricht über WhatsApp im Rahmen einer Internetflatrate kostenlos. Und auch Bilder oder andere Anhänge können mit dem praktischen Programm verschickt werden. “Computerbild ” bemängelt, dass die Nachrichten im Klartext verschickt werden. Wer also über WLAN eine WhatsApp versendet, setzt sich der Gefahr aus, dass ein anderer seine Nachricht mitlesen kann. Für Android-Smartphone stehen dazu sogar extra Spionage-Anwendungen wie der “WhatsApp Sniffer” zur Verfügung. Empfohlen wird daher, die Anwendung nicht über offene WLAN-Netze zu nutzen, sondern das mobile Datennetz zum Versand der Nachrichten zu verwenden. Eine WhatsApp hat ein kaum ins Gewicht fallendes Datenvolumen, so dass Datenflatrates durch den Versand kaum belastet werden.
WhatsApp durchsucht Adressbuch
Ein weiterer Kritikpunkt der Prüfer ist, dass WhatsApp das gesamte Adressbuch des Smartphones durchsucht. Ob mit diese Daten bei WhatsApp gespeichert werden, ist nicht bekannt. Die Zeitschrift steht mit ihrer Kritik nicht allein, denn vor einigen Monaten hatte bereits das Sicherheitsunternehmen GDATA vor einem Sicherheitsproblem bei der Messaging-Anwendung gewarnt.
Alternative Anwendungen
Es gibt durchaus Alternativen zu WhatsApp. So hat die Redaktion der “Computerbild” besonders die Anwendung “MySMS” hervorgehoben und die Sicherheit des Programmes sehr gut bewertet.

