Das Internetunternehmen United Internet muss Abschreibungen in Millionenhöhe auf die Werbe-Tochter Sedo vornehmen. In einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen am vergangenen Wochenende mit, dass Wertminderungen in Höhe von 60,3 Millionen Euro vorgenommen werden mussten.
Aktuelle Zahlen werden am 14. August vorgestellt

Zu weiteren Zahlen machte der Dienstleister keine Angaben. Die aktuelle Entwicklung wird am 14. August präsentiert. United Internet ist mit einem Anteil von 79,45 Prozent an der Domainhandelstochter Sedo beteiligt. Offenbar hatte United Internet, zu dem auch die Bereiche 1&1 und GMX zählen, mit einem deutlich besseren Ergebnis für Sedo gerechnet. In der Bilanz des Mutterunternehmens werden sich die Abschreibungen auf die schwächelnde Tochter eigenen Angaben zufolge mit 46,3 Millionen Euro bemerkbar machen. United Internet betont jedoch in der Pressemitteilung, alle anderen Firmenbereiche entwickelten sich plangemäß.
Webseiten als Bausatz
United Internet will künftig vor allem im Bereich der Webseiten punkten. Die Kunden sollen ihre Seiten im Bausatzprinzip selbst erstellen können. Dabei erwartet das in Montabaur ansässige Unternehmen zwischen 200.000 und 300.000 neue Kundenverträge.
Im Mai hatte United Internet bereits über einen positiven Start in das Geschäftsjahr 2012 berichtet und verfügt eigenen Angaben zufolge über knapp 11 Millionen Kunden. Für das laufende Geschäftsjahr plant United Internet-Chef Ralph Dommermuth ein Kundenwachstum von elf Prozent auf dann 12,2 Millionen.


