Der Ausbau des LTE-Netzes schreitet rasant voran. Stiftung Warentest hat daher das neue 4G-Netz einem Praxistest unterzogen und die beiden größten Betreiber Deutsche Telekom und Vodafone unter die Lupe genommen.
Telekom scheitert mit stationärem Anschluss

LTE Sendemast, Quelle: telekom.de
Die Tester haben jeweils exemplarisch einen mobilen und eine stationären LTE-Anschluss bei den beiden Anbietern bestellt. Peinlich für die Telekom: Der stationäre Anschluss des Unternehmens kam gar nicht zustande, der Bereitstellungstermin wurde immer weiter verschoben. Nach Angaben der Warentester war die Bereitstellung der mobilen Anschlüsse jedoch vollkommen unproblematisch.
Tester bemängeln Volumentarife
Die Tester bemängeln vor allem die Volumentarife der beiden Anbieter. So steht dem Anschlussinhaber nur ein begrenztes Nutzungsvolumen zur Verfügung. Danach wird die Geschwindigkeit erheblich gedrosselt, was gerade für Kunden, die LTE als DSL-Ersatz nutzen ärgerlich werden könnte. Wer daher einen Tarif mit einem sehr hohen Datenvolumen wählt, muss nach Ansicht von Stiftung Warentest zu tief in die Tasche greifen. So werden für einen Tarif inklusive 30 Gigabyte rund 80 Euro monatlich fällig.
Zufriedenstellende Geschwindigkeiten
Mit den Geschwindigkeiten waren die Warentester hingegen sehr zufrieden. Den Angaben zufolge konnten im Download zwischen 20 und 40 Mbit/s erreicht werden. Doch dabei weist die Stiftung Warentest auch auf einen großen Nachteil hin: Ähnlich wie bei einem WLAN- oder UMTS-Netz bedeuten mehr Nutzer geringere Bandbreiten und Geschwindigkeiten. Nimmt die Nutzung von LTE weiter zu, so teilen sich immer mehr User eine Funkzelle und wenn diese gleichzeitig durchs Netz surfen, kann das eine Reduzierung der Geschwindigkeit zur Folge haben.

