Zu dieser Einschätzung gelangt der Branchenverband BITKOM, der die Entwicklung der mobilen Datendienste bis zum Ende des Jahres 2011 untersucht hat. Danach ist die Zahl der Nutzer des mobilen Internet mittels des Mobilfunkstandards der 3. Generation innerhalb eines Jahres um 7,4 Millionen, gleich 35 Prozent auf insgesamt 28,6 Millionen Ende 2011 angestiegen.
Dabei waren nach den ersten Jahren der UMTS-Nutzung bis Ende 2005 gerade einmal 2,4 Millionen Nutzer zu verzeichnen.

Das mobil übertragene Datenvolumen hat dabei eine ähnliche Entwicklung erfahren. Es stieg im Jahr 2011 von 65 Millionen Gigabyte auf rund 93 Millionen an, was einem Zuwachs von etwa 42 Prozent entspricht. Der Boom der Smartphones und der Tablet-PCs verhalf dem UMTS-Standard dabei zu Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 14,4 MBit/s und erforderte dessen Weiterentwicklung zu LTE und LTE-Advanced. Vor allem die mit LTE-Advanced erreichbaren Geschwindigkeiten zwischen 30 und 180 MBit/s werden die datenintensiven Anwendungen weiter befördern, wobei die Unterhaltungselektronik und die Business-Anwendungen sicher zunehmende Bedeutung erlangen werden.
Dass das mobile Surfen mittlerweile den Geschmack der breiten Bevölkerung trifft, belegen einige weitere Zahlen. So existieren in Deutschland gegenwärtig circa 115 Millionen Mobilfunkverträge. Dabei besitzen 88 Prozent der Bürger über 14 Jahre heute mindestens ein Handy, wobei jeder dritte Deutsche und jeder zweite zwischen 15 und 30 Jahren über ein Smartphone verfügt.

