Im Mai hat der Suchmaschinenkonzern Google den Handyhersteller Motorola übernommen. Nun sollen bei Motorola Mobility insgesamt 4.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, das entspricht einem Anteil von 20 Prozent.
Umstellung der Produktpalette
Die “New York Times” berichtet, von der Streichung wären zu einem Drittel Stellen in den USA betroffen. Um weitere Einsparungen zu realisieren wird sich das Unternehmen aus unprofitablen Märkten zurückziehen und Niederlassungen schließen. Aktuellen Meldungen zufolge sollen rund 30 Prozent der weltweit 94 Niederlassungen geschlossen werden. Auch an der Produktpalette werden einige Änderungen vorgenommen. So werden Low-Hand-Geräte nicht mehr produziert, das Unternehmen will sich eigenen Angaben zufolge nur noch auf die Herstellung einiger weniger Modelle konzentrieren. Dabei will man die Motorola-Modelle wieder konkurrenzfähig machen, die “New York Times” berichtet, die Smartphones des Unternehmens sollen wieder “cool” werden. Unter anderem sollen die neuen Geräte an der Stimme identifizieren können, wer sich gerade in einem Raum befindet. Auch die Kameras sollen verbessert werden.
Ob Motorola mit einer Umstellung des Produktportfolios den Anschluss an Apple und Samsung finden wird, wird von einigen Kritikern bereits bezweifelt, da die beiden Hersteller einen Großteil des umkämpften Marktes bereits unter sich aufgeteilt haben.
17.000 Patente im Kaufpreis enthalten
Google hat für einen Kaufpreis von 12,5 Milliarden US-Dollar nicht nur den Mobilfunkhersteller erworben, sondern darüber hinaus auch diverse Patente und Patentanträge. Der Wert dieser Patente insgesamt 17.000 Patente wird auf rund 5,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.

