Der Suchmaschinenkonzern Google will künftig Suchergebnisse vernachlässigen, bei denen der Verdacht von Urheberrechtsverletzungen besteht. Das teilt das Unternehmen in einem Blogbeitrag mit.
Löschungsanträge nehmen zu

Ab der nächsten Woche wird Google seinen Such-Algorithmus anpassen und Webseiten, mit vermutlich illegalen Inhalten auf die hinteren Plätze der Suchergebnisse verbannen. Mit dieser Änderung will das Unternehmen der wachsenden Anzahl von Löschungsanträgen begegnen. Abgestraft werden Seiten, die besonders häufig genannt werden. Eigenen Angaben zufolge erhielt der Konzern in den letzen 30 Tagen Aufforderungen mehr als 4,3 Millionen URLs zu löschen. Google will mit seiner Änderung erreichen, dass User bei einer Suchanfrage vor allem auf seriösen Seiten landen.
Einspruch ist möglich
Dabei können Webseitenbetreiber, deren Inhalte zu Unrecht verschoben wurden, Einspruch einlegen. Nach einer Prüfung erhalten sie ihren ursprünglichen Platz im Ranking zurück. Das Unternehmen hat eine eigene Webseite eingerichtet, auf der die Angaben zu den Löschungsanträgen veröffentlicht werden. Dabei gehen die meisten Löschungsanträge auf Initiativen der Medienindustrie zurück, die das Vorhaben des Suchmaschinenkonzerns ausdrücklich begrüßte.
Kritiker bemängeln, dass mit der neuen Verfahrensweise nun theoretisch jede Webseite gelöscht werden könnte, wenn nur ausreichend Löschungsanträge gestellt würden. Google teilt jedoch mit, dass bei der Sortierung der Suchergebnisse neben den vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen auch weitere Faktoren eine Rolle spielten.

