Beim neuen Mobilfunkstandard LTE liegt Deutschland im westeuropäischen Vergleich an der Spitze. Das teilt der Branchenverband Bitkom auf Basis einer Studie des European Technology Observatory, EITO, mit. Nach Angaben des Bitkom werden bis 2016 rund 41 Prozent der Deutschen einen 4G-Anschluss nutzen können.
Deutschland über dem Durchschnitt

LTE Antenne
Bis zum Jahr 2016 soll die Anzahl der LTE-Anschlüsse in Deutschland auf 34 Millionen ansteigen, damit liegt Deutschland auf dem Spitzenplatz. Für Großbritannien ergab sich ein Wert von 39 Prozent der Bevölkerung, danach folgt Italien mit 35 Prozent. Der Bitkom teilt mit, dass in allen westeuropäischen Ländern ein Durchschnittswert von 37 Prozent bei der LTE-Versorgung erreicht werden wird.
Früher LTE-Start wirkt sich positiv aus
Nach Ansicht des Branchenverbandes wirkt es sich der frühe Start des LTE-Ausbaus in Deutschland positiv auf die Entwicklung aus. In anderen Ländern hat man erst in diesem Jahr mit dem Ausbau des 4G-Netzes begonnen. Der Bitkom begrüßt die Entscheidung, die Frequenzen frühzeitig zu vergeben.
Bundesnetzagentur genehmigt schleppend
Der Bitkom geht davon aus, dass die Provider bis zum Jahr 2015 insgesamt acht bis zehn Milliarden Euro in den Ausbau des schnellen Breitbandnetzes investieren werden. Dabei betont der Branchenverband, wenn die Bundesnetzagentur die Anträge schneller bearbeiten würden, könnte der Ausbau noch zügiger voranschreiten. Durch die Verzögerungen bei den Anträgen stockt auch die flächendeckende Einführung des LTE-Netzes.

