Im Zuge des voranschreitenden Ausbaus des Mobilfunknetzes mit dem neuen 4G-Standard LTE kritisiert der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO die schleppende Bearbeitung der Bundesnetzagentur.

Dr. Stephan Albers, Bild: BREKO
Tausende Anträge haben sich aufgestaut
In einer Pressemitteilung des BREKO heißt es, die Bundesbehörde müsse die Richtfunkstrecken der Anbieter genehmigen. Mittlerweile haben sich jedoch tausende Anträge bei der Bundesnetzagentur aufgestaut. Eigentlich ist nach Angaben des Verbandes eine Bearbeitungsfrist von sechs Wochen vorgegeben, die derzeit nicht eingehalten werden kann. Der BEKO geht davon aus, dass sich die Situation aufgrund des weiter wachsenden Ausbaus verschärfen wird. In einer Schätzung geht der Verband von mehreren Zehntausend Anträgen innerhalb der nächsten Jahre aus.
Personalaufstockung gefordert
BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers betont, dass der Antragsstau die Breitbandziele der Bundesregierung gefährde. Er kritisiert, dass die Anbieter Milliarden investieren würden, während die Bundesbehörde aufgrund von Personalknappheit nur schleppend genehmigen würde. Der BREKO fordert daher dringend, die personelle Ausstattung der Bundesnetzagentur zu verbessern, um eine schnelle Bearbeitung zu gewährleisten. Der dringend notwenige Netzausbau dürfe keinesfalls an administrativen Vorgaben scheitern, so Albers.
Die Festnetzwettbewerber der Deutschen Telekom haben sich seit 1999 im BREKO organisiert. Mehr als 110 Mitglieder, zu denen auch Stadtwerke und regionale Anbieter zählen, leisten einen Beitrag zum Erreichen der Breitbandziele der Bundesregierung. Dabei setzt sich der Verband vor allem für eine angemessene Regulierung von Vorleistungen ein.

