Nach Ansicht des IfKom, Ingenieure für Kommunikation e.V, blockiert die Bundesnetzagentur den Ausbau des LTE- und UMTS-Netzes. Der Verband bemängelt, dass die erforderlichen Genehmigungen für die Frequenzzuteilungen nicht in den vorgegebenen Zeiten erfolgten.
Qualifiziertes Personal fehlt

LTE Antenne
In einer Pressemitteilung des IfKom heißt es, die schleppende Genehmigung liege vor allem an fehlendem Fachpersonal bei der Bundesnetzagentur. Die Experten bemängeln den fachfremden Einsatz von qualifizierten Fachkräften durch Beschäftigungsgesellschaften in anderen Bereichen und fordern daher, die Fachleute bedarfsgerecht bei der Bundesnetzagentur einzusetzen. Jobcenter oder andere Bundesbehörden sollten daher qualifizierte Ingenieure, die fachfremd eingesetzt sind, bei der Bundesnetzagentur einsetzen.
Gemeinsame Lösung soll gefunden werden
Bereits vor einigen Tagen hatte die Bundesnetzagentur eingeräumt, dass es bei der Genehmigung von LTE-Anträgen zu Verzögerungen gekommen sei. Die Betreiber O2 und Vodafone haben sich mit einem Schreiben bei der Bundesnetzagentur über die derzeitige Lage beschwert. Angeblich sollen mehr als 8.000 unbearbeitete Anträge bei der Bundesbehörde liegen und eine Bearbeitung bis zu fünf Monaten in Anspruch nehmen. Gesetzlich vorgegeben ist eine Bearbeitungszeit von sechs Wochen. Gemeinsam mit den Netzbetreibern soll nun eine praktikable Lösung gefunden werden. Den Einsatz externer Fachkräfte hatte die Bundesnetzagentur aufgrund rechtlicher Bedenken bereits abgelehnt. Gegenüber der “Financial Times Deutschland” hatte ein Sprecher der Bundesbehörde betont, man arbeite an einer Lösung und es sollten neue Stellen geschaffen werden.


