Telekom-Kunden haben die demnächst die Möglichkeit, den Musikdienst Spotify in einem neuen Tarif zu buchen. Im Rahmen einer exklusiven Kooperation bietet das Telekommunikationsunternehmen einen neuen Tarif, bei dem das Datenvolumen bei der Nutzung von Spotify nicht mit dem integrierten Datenvolumen verrechnet wird.
Telekom greift in Wettbewerb ein

Die Spotify Gründer
Auch bei anderen Telekom-Tarifen besteht die Möglichkeit, den Musikstreamingdienst für 10 Euro im Monat dazu zu buchen. Die Zusammenarbeit der Anbieter stößt jedoch nicht nur auf Zustimmung. So kritisiert die Piratenpartei in einer Pressemitteilung, die Telekom nutze ihr Netz, um in den Wettbewerb zwischen den Streamingplattformen einzugreifen. Das ist nach Angaben des Generalsekretärs Thomas Michel neu, denn bisher blockierten Provider nur einzelne Services wie Internettelefonie über das Smartphone um die Mobilfunknetze nicht bis an ihre Grenzen auszulasten. Dass nun ein Dienst gegenüber anderen Angeboten privilegiert würde, sei neu. Michel vergleicht dies mit einer Autobahn, bei der eine Spur nur von einer bestimmten Automarke genutzt werden dürfte.
Benachteiligung andere Anbieter
Mit dem neuen Angebot benachteiligt die Deutsche Telekom andere Anbieter wie Napster oder Simfy, denn nutzen Kunden diese Dienste, so wird dies auf ihr Datenvolumen angerechnet. So bemängelt auch der Verein Digitale Gesellschaft die neue Praxis des Bonner Unternehmens und betont, die Telekom sollte die Services netzneutral anbieten, so dass es dem Kunden freisteht, welchen Dienst er nutzen möchte.

