Rund drei Viertel aller Deutschen haben täglich mindestens eine unerwünschte Spam-Mail in ihrem E-Mail-Postfach. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom.
Leichte Zunahme festgestellt

Täglich landen rund 300 Millionen Spam-Mails in privaten Mail-Postfächern. 75 Prozent der Befragten gaben an, täglich eine unerwünschte Nachricht zu erhalten. Bei 44 Prozent waren es bis zu fünf Mails und 24 Prozent der Befragten bekommen täglich sogar bis zu 20 Spam-Nachrichten. Im Durchschnitt landen so in jedem deutschen Mailpostfach pro Tag knapp neun unerwünschte Mails. Die Befragung ergab jedoch auch, dass 19 Prozent der User gar keine Spam-Mails erhalten.
Der Branchenverband geht davon aus, dass die Spam-Nachrichten leicht zugenommen haben, denn vor drei Jahren erhielten 28 Prozent der Befragten weniger als eine Mail am Tag. Die Mails sind nicht nur lästig, sondern enthalten zum Teil schädliche Software, die den PC des Empfängers mit Malware infiziert. In Deutschland wird der Spam-Versand mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet, doch inzwischen werden die meisten dieser Mails aus dem Ausland verschickt.
Ungewöhnliche Mailadresse wählen
Da Spam-Versender häufig Mailadressen nach dem Zufallsprinzip generieren, rät der Bitkom, ungewöhnliche Mailadressen zu wählen. Das könnte ein Unterstrich statt einem Bindestrich oder eine Zahl in der E-Mail-Adresse sein. Sinnvoll ist auch die Verwendung von zwei Mailadressen, wer viel im Netz unterwegs ist, sollte für Chats und Bestellungen eine Adresse nutzen, die bei Bedarf einfach gelöscht werden kann. Die erste Adresse sollten nur vertraulich weitergegeben werden. Mitglieder in Communitys sollten ihre Mailadresse nicht sichtbar für alle machen.
Vor allem aber sollten User nicht auf Anhänge in Spam-Mails klicken. Durch den Klick könnten schadhafte Programm installiert werden.
