Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung sieht sich derzeit mit Kinderarbeit-Vorwürfen konfrontiert. Nun kündigte das Unternehmen an, rund 250 chinesische Zulieferer zu überprüfen.
Lehrer zwingen Schüler zur Arbeit
Nachdem die US-Organisation China Labor Watch Samsung vorgeworfen hatte, von Kinderarbeit zu profitieren, kündigte das Unternehmen an, insgesamt 250 Firmen genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es vor allem um die Prüfung, ob die Zulieferfirmen die Arbeitsschutzregeln einhalten. Die US-Aktivisten hatten einem Bericht des “Spiegel” zufolge herausgefunden, dass chinesische Lehrer ihre Schüler zwingen würden, für Samsung zu arbeiten. Dabei sollen die Schulen angeblich direkt mit den Unternehmen Arbeitsverträge abgeschlossen haben. Neben der Kinderarbeit werden auch schlechte Arbeitsbedingungen, ungültige Verträge und Überstunden angeprangert.
Samsung entsendet 100 Experten
Samsung betonte, es werde nach einem “strengen Plan” vorgehen um Verletzungen der Arbeitsschutzregeln zu ahnden. Geplant ist der Einsatz von einhundert Experten, die die chinesischen Zulieferer überprüfen sollen. Bereits vor einem Jahr soll eine entsprechende Inspektion keine Verstöße aufgedeckt haben. Gegenüber dem “Spiegel” betonte das Unternehmen, man lege bei den Arbeitsbedingungen die höchsten Standards an.
Die Organisation China Labor Watch prangert aber nicht nur die schlechten Arbeitsbedingungen bei Samsung-Zulieferern an. Auch Unternehmen die Teile für Dell, Apple, Nokia und andere führende Hersteller fertigen wurden aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen in den Bericht aufgenommen.

