Jeder dritte nordamerikanische oder westeuropäische Internetuser wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres mindestens einmal von Cyberkriminellen attackiert. Das geht aus einer Studie des Sicherheitsunternehmens Kaspersky hervor.
Spanien und Italien besonders gefährdet

Die Sicherheitsexperten haben ermittelt, dass 33,4 Prozent der Internetnutzer während des Surfens attackiert wurden. Ein besonders hohes Risiko besteht nach Angaben des Unternehmens vor allem für User in Italien und Spanien. In den beiden Ländern wurden Internetnutzer besonders häufig während des Surfens um Netz angegriffen. Nach Kaspersky-Angaben waren hier 44 beziehungsweise 42 Prozent aller Internetnutzer Web-Attacken ausgesetzt. Deutschland rangiert mit 29 Prozent im letzten Drittel der Rangliste.
In Deutschland platzieren Cyber-Kriminelle jedoch sehr gern Schadprogramme auf Servern. Nach Ermittlung des Sicherheitsunternehmens kamen 11,11 Prozent der schädlichen Malware von deutschen Servern.
Spamverbreitung über soziale Netzwerke
Gerade Länder in denen die Internetnutzung inzwischen zum Alltag geworden ist, nahm die Infektion der PCs zu. Insbesondere in Nordamerika und Westeuropa versuchten Cyberkriminelle in den Besitz von sensiblen Kontoinformationen zu kommen. Dabei verwenden die Kriminellen nach Angaben Kasperskys immer raffiniertere Methoden, um an die Anmeldeinformationen der arglosen Online-Banker zu gelangen. Auch die Verbreitung von Spam über soziale Netzwerke trägt nach Ansicht von Kaspersky zur Infektion von Rechnern mit Malware bei. Insgesamt lag der Anteil der schadhaften Mailanhänge nach Ermittlung des Sicherheitsunternehmens zwischen 2,8 und 4,3 Prozent monatlich, was im Vorjahresvergleich einen deutlichen Anstieg bedeutet.

