Die Mobilfunkunternehmen haben Probleme beim LTE-Ausbau. Das liegt vor allem an den schleppenden Genehmigungen durch die Bundesnetzagentur. Die Anbieter beklagen, dass ihre Anträge monatelang nicht bearbeitet würden.
Bearbeitung bei der Bundesnetzagentur bis zu fünf Monate

LTE-Mast
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine sechswöchige Bearbeitungsfrist, die Realität sieht allerdings anders aus. Aktuellen Berichten zufolge können Beantragungen bis zu fünf Monate in Anspruch nehmen. Nach Angaben der Provider gibt es fertiggestellte LTE-Basisstationen die aufgrund der fehlenden Genehmigung durch die Bundesnetzagentur nicht in Betrieb genommen werden können.
Gespräche zwischen Bundesbehörde und Anbietern
Am vergangenen Freitag gab es aufgrund der bestehenden Probleme Gespräche zwischen dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM und der Bundesnetzagentur. Für Ende des Monats ist einem Bericht des Nachrichtenportals n-tv zufolge ein weiteres Treffen vorgesehen. Das Portal berichtet, allein Vodafone warte derzeit auf mehr als 4.700 Genehmigungen. Die Anbieter beklagen die Investitionen in den Ausbau der neuen Technik, die sie nun nicht nutzen können. Thomas Ellerbeck von Vodafone Deutschland betont, der Bund habe von den Mobilfunkanbietern 4,4 Milliarden Euro für die Frequenzen erhalten, die die Anbieter bisher nicht vollständig nutzen könnten. Für das kommende Jahr rechnet der VATM mit einer weiteren Verschärfung der Situation, da die Anzahl der Anträge sich noch einmal deutlich erhöhen wird. Auch die unterschiedliche LTE-Verfügbarkeit in deutschen Großstädten macht den Providern Sorge. Berlin befände sich bei dem Ausbau mit dem schnellen 4G-Netz noch immer auf “Kleinstadt-Niveau”.
Die Bundesnetzagentur hatte bereits eine Personalaufstockung angekündigt und will Anträge für wichtige LTE-Basisstationen vorziehen.


