Einer Untersuchung der Xerox-Tochter WDS zufolge sind die Angaben der Smartphone-Hersteller zur Akkuleistung keinesfalls alltagstauglich. In einer einjährigen Studie wurden die Akkuleistungen 50 beliebter Smartphones unter die Lupe genommen.
Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten werden nicht berücksichtigt

Nach Ansicht der Experten beziehen die Hersteller die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten eines Smartphones nicht in die Berechnung der Akkuleistung ein. In der Regel veröffentlichen die Hersteller nur Standby- oder reine Sprechzeiten. Wer mit seinem Smartphone ins Internet geht oder Videos ansieht, benötigt aber deutlich mehr Akkuleistung. Bereits im März 2012 wurde in einem Report des Unternehmens J.D. Power an Associates darauf hingewiesen, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Kundenzufriedenheit und der Akkuleistung bestehe. Die Kundennachfragen bei den Herstellern haben sich innerhalb der letzten vier Jahre vervierfacht.
Nur Apple und Nokia können punkten
Die Untersuchung ergab, dass lediglich bei Apples iPhone 4S und Nokias N9 Angaben zur Akkuleistung beim Webbrowsing im 3G-Netz gemacht wurden. Bei allen anderen Anbietern gab es nur Informationen über Stand-by- oder mögliche Gesprächszeit. Ermittelt wurde, dass für 74 Prozent aller untersuchten Smartphone-Modelle die Akkuleistung nur im Stand-by-Betrieb angegeben wurde. Die WDS betont, kein Anbieter könne die Probleme der schwindenden Akkuleistung wirklich überwinden. Durch bessere Aufklärung könnten die Hersteller aber durchaus zu mehr Kundenzufriedenheit beitragen. Denn die tatsächliche Leistung eines Akkus könne der Kunde erst beurteilen, wenn das Gerät bereits im Betrieb ist. So sind nach Ansicht der Studie nichtssagende Angaben über die Akkuleistung kaum hilfreich für den Verbraucher.
