Das Bundeskriminalamt BKA hat den “Cybercrime 2011″ Report veröffentlicht. Demnach sind die durch Internetkriminalität entstandenen Schäden trotz gleichbleibender Fallzahlen angestiegen. Vor allem durch den Diebstahl digitaler Aktivitäten entstehen große Gefahren.
Insgesamt ermittelte das BKA 59.494 Fälle für das Jahr 2011. Die Zahl liegt fast auf Vorjahresniveau. Die Schäden aus den Delikten sind nach Angaben des Cybercrime Reports jedoch um 16 Prozent auf mehr als 71 Millionen Euro angestiegen. Allein durch den Diebstahl digitaler Identitäten sind nach Angaben des BKA im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 25,7 Millionen Euro entstanden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 20 Prozent.
Diebstahl digitaler Identitäten

Auch im laufenden Jahr setzt sich die Entwicklung fort, denn nach Ermittlung des Branchenverbandes Bitkom haben in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits 52 Prozent der privaten Internetnutzer Erfahrungen im Bereich der Cyberkriminalität gemacht. Dabei wurden vor allem Schadprogramme verbreitet oder Zugangsdaten ausspioniert.
Bei rund 12 Prozent der Internetnutzer ist es nach Angaben des Bitkom schon einmal zu Betrugsfällen im Bereich des Online-Shoppings gekommen. Auch die Beleidigungen und das Mobbing im Netz nehmen weiter zu. Aufgrund der negativen Erfahrungen meiden viele Menschen die Kommunikation im Netz. Nach Angaben des Bitkom verzichten rund 10 Prozent aller Nutzer aus Angst vor Cyberangriffen auf das Online-Banking.
Kriminalität bremst Innovation aus
Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf betont, die Cyberkriminalität bremse Innovationen im Bereich des Netzes damit in allen Bereichen der Gesellschaft aus. Dabei sind die Unternehmen nach Angaben des Bitkom von der Cyberkriminalität genauso betroffen wie die privaten Nutzer. Nach Ermittlung des Branchenverbandes erleben 40 Prozent aller deutschen Unternehmen Angriffe auf ihr System, bei vielen Firmen kommt es zu wiederholten Attacken.


