Wenn es um das E-Government geht, haben die deutschen Kommunen noch einigen Nachholbedarf. Das ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey. Nur Großstädte bieten Bürgern einen Online-Service, wobei es auch hier nach Ansicht der Berater noch Ausbaupotential gibt.
Amtsangelegenheiten von daheim aus erledigen

McKinsey hebt besonders die Großstädte Berlin, Hamburg, Nürnberg, Düsseldorf und Bonn hervor. Auf den angebotenen Portalen können Bürgerinnen und Bürger verschiedene Amtsangelegenheiten online von zu Hause aus erledigen. Die weiteren untersuchten Großstädte schnitten nach Angaben McKinseys deutlich schlechter ab. Eigenen Angaben zufolge wurden Onlinepräsenzen von 200 Städten und Kommunen unter die Lupe genommen.
In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern kam den genannten fünf Städten eine Vorreiterrolle zu, 21 Städte verfügen nach Ansicht der Berater über ein mittleres Angebot. Insgesamt 14 deutsche Städte bezeichnete McKinsey als “Nachzügler”, darunter Bremen, Duisburg, Magdeburg oder Potsdam.
Bei den Städten zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern machten Gladbeck, Gummersbach und Aibach das Rennen. Von den 60 mittelgroßen Städten verfügen 39 über ein deutlich ausbaufähiges Online-Angebot.
Lösung auf Bundes- oder Landesebene wünschenswert
McKinsey bemängelt vor diesem Hintergrund gerade die dezentrale Herangehensweise an das Thema. Nach Ansicht der Experten sei eine Lösung auf Bundes- oder Landesebene den Einzellösungen der Kommunen vorzuziehen. Es wäre für die Kommunen viel leichter, wenn bereits Standardkomponenten bereitgestellt würden.

