Welche Auswüchse moderne Technik finden kann, wird aktuell im Hamburger Hafen deutlich. Hier haben sich der Software-Riese SAP und die Deutsche Telekom zusammengetan und testen, durch welche Technologien es ermöglicht werden kann, dass LKW deutlich seltener im Stau stehen oder diesen gar verursachen. Demnach soll eine umfassende Vernetzung per Internet für eine perfekte Koordination sorgen. So soll es später problemlos möglich sein, Alternativ-Routen anzusteuern, wodurch sich der Verkehr verteilt und Stau-Knotenpunkte entlastet werden.
Mit einem Mausklick dem Dauerstau entgehen
Im Hamburger Hafen wird derzeit die Zukunft des modernen Straßenverkehrs erforscht. Dank der Verwendung von Tablet-PCs und Smartphones soll von einem deutlich flüssigeren Verkehrt in sämtlichen Bereichen profitiert werden können. Dank des gemeinschaftlichen Projekts der Hafenbehörde Hamburg Port Authority, der Deutschen Telekom sowie dem Software-Unternehmen SAP darf man nun ein neues Verkehrsmanagement-System vorstellen, das zurzeit ausgiebig getestet wird. Dies teilte man in einer offiziellen Pressemitteilung am vergangenen Mittwoch in Hamburg mit. Allem Anschein nach scheinen die Tests bereits abgeschlossen. Jetzt macht man sich an die Auswertung der erhaltenen Resultate.
Das Ziel des neuen Verkehrs-Systems
Erreicht werden soll, dass sowohl Logistik- als auch Verkehrsabläufe deutlich optimiert werden können. Nur so lässt sich das erklärte Ziel, selbst größere Gütermengen im Hamburger Hafen problemlos umschlagen zu können, realisieren. Um dies zu bewerkstelligen, speichert ein zentraler Server zahlreiche Verkehrsdaten, wo selbige dann von einem leistungsstarken PC ausgewertet und für die mobilen Geräte in den Fahrzeugen selbst zur Verfügung gestellt werden. Über entsprechende Anwendungen, auch Apps genannt, können selbige dann beansprucht werden. Demnach können Speditionen ihre Anfahrtswege beispielsweise deutlich besser berechnen und auf diese Weise die hauseigene Lkw-Flotte an Staus vorbeisteuern. An die Fahrer selbst kann bequem per Internetzugang übermittelt werden, was ihr nächstes Fahrtziel ist.
Im ersten Schritt entschied man sich dazu, rund 30 LKWs mit speziell präparierten Tablet-PCs auszustatten. Unter dem Namen “Smart Port Logistics” wurden selbige in das innovative Project eingebunden, wie der Chef der HPA Jeans Meier mitteilte. Als Voraussetzung wird ein Steuerungsportal der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt, das speziell für Logistikdienstleister in Zukunft erhältlich sein wird. Bislang ist all dies jedoch Zukunftsmusik, weshalb abzuwarten bleibt, wie sich diese innovativen Ansätze entwickeln.
