Die Europäische Union will das Cloud Computing fördern. Die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes hat in Brüssel entsprechende Pläne vorgestellt und betont, durch einheitliche Vorgaben der EU könnte ein starres Verharren in nationalen Systemen vermieden werden.
Verbrauchertransparenz fördern

Mit der Vorgabe klarer Standards könnte nach Ansicht der EU-Kommissarin die Transparenz gefördert werden. So könnten etwa Qualitätssiegel verteilt werden oder Musterverträge für Verbraucher veröffentlicht werden. Die IT-Branche und die EU-Staaten könnten in einer gemeinsamen Partnerschaft zusammenarbeiten.
Branche zufrieden über den Vorstoß
Die Branche begrüßt die neue Strategie der EU, denn gerade die fehlenden einheitlichen Standards sorgen bei den Anbietern häufig für Probleme. Der Branchenverband Bitkom äußerte sich positiv über das Vorhaben der EU-Kommission und betonte, nur so könne eine innovative Entwicklung der Cloud-Dienste vorangetrieben werden. Gerade im Hinblick auf eine Vereinheitlichung der Datenschutzrichtlinien und die Rechtssicherheit in diesem Bereich erwartet der Bitkom von der neuen Strategie eine deutliche Verbesserung.
Durch das Cloud-Computing können Unternehmen erhebliche Kosten einsparen. Insbesondere für den öffentlichen Sektor sieht der Bitkom-Geschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder ein erhebliches Potenzial. Mit der Auslagerung der Daten in “die Wolke” können Angebote verbessert werden und gleichzeitig Kosten gesenkt werden.
Cloud Computing bei privaten Usern beliebt
Eine Umfrage des Branchenverbandes hat ergeben, dass 28 Prozent aller deutschen Unternehmen bereits das Cloud Computing nutzen. Bei den privaten Anwendern ist das Auslagern von Daten in die Wolke noch beliebter. Hier ergab die Umfrage, dass vier von fünf Usern bereits das Cloud Computing verwenden.
