Der US-amerikanische Halbleiter Produzent Intel, der etwa drei Viertel des Weltmarktanteils an PC-Microprozessoren beherrscht, zeigt bei der Herstellung von Handy-Chipsätzen zur Zeit einige Schwachstellen. Will er den Anschluss an die Weltspitze auf diesem Gebiet nicht verpassen, dürften kurzfristige Veränderungen seines Produktionsprofils unumgänglich sein.
Fehlende LTE-Unterstützung

Die von Intel in Handys beziehungsweise Smarphones integrierten aktuellen Chips „Medfield x86 Atom” sind nicht in der Lage, die neue Mobilfunktechnik 4G mit der Zukunftstechnologie LTE zu unterstützen. Davon sind auch die in Europa erhältlichen Smartphones „Motorola Razr i” und „ZTE Grand X In” betroffen.
Kürzlich erklärte hinsichtlich dieses Zustandes ein Intel-Produktmanager, dass künftige Chip-Genarationen, mit deren ersten um den kommenden Jahreswechsel zu rechnen sei, diese Schwachstelle nicht mehr besitzen werden und dann ebenfalls LTE unterstützen werden.
Wo bleiben Intels Dual-Core-Chips?
Diese Frage ist zu stellen, wenn man den gegenwärtigen Vorsprung des Forschungs- und Entwicklungsunternehmens Qualkomm auf dem Gebiet der Prozessoren betrachtet. Hier bieten Qualkomms Dual-Core-Prozessoren vielen modernen Smartphones eine wesentlich verbesserte Performance.
In Gegensatz zu den bisher von Intel hergestellten Single-Core-Prozessoren ermöglichen die Dual-Core-Porzessoren sowohl die Anwendung von LTE als auch eine hohe Kompatibilität zu den zahlreichen am Markt kursierenden Apps. Intel erklärt nun allerdings auch hierzu, dass ein Dual-Core-Chip bereits in Vorbereitung sei.