Bereits Ende Mai dieses Jahres kündigte der spanische Telefonkonzern Telefónica den Börsengang der deutschen Tochter o2 an. Erstmals soll die Aktie nun am 30. Oktober an der Frankfurter Börse notiert werden.
Anlegern wird hohe Dividende in Aussicht gestellt

Empfang im Telefónica-Gebäude München, Bild: Telefónica
In der Zeichnungsfrist zwischen dem 17. und dem 29. Oktober können Investoren Aktien zwischen 5,25 und 6,50 Euro zeichnen. Anleger sollen dabei vor allem von einer hohen Dividende profitieren, denn der Konzern kündigte bereits an, im Jahr 2013 insgesamt 500 Millionen Euro ausschütten zu wollen. Telefónica geht bei dem O2-Börsengang von Einnahmen in Höhe von 1,52 Milliarden Euro aus. Der Wert des gesamten Unternehmen läge damit bei 6,6 Milliarden Euro. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins n-tv hatte der Konzern jedoch eine Bewertung in Höhe von 7,5 Milliarden Euro angestrebt. Aus einer Pressemitteilung Telefónicas geht hervor, dass sich nach dem Börsengang rund 23 Prozent der Aktien im Streubesitz befinden sollen.
Erlöse gehen nach Spanien
Die Einnahmen hat der spanische Konzern bitter nötig und so werden alle Einnahmen des deutschen Börsengangs ins spanische Mutterland überwiesen. Die Nettoverbindlichkeiten Telefónicas betrugen Ende des Monats Juni 58,3 Milliarden Euro.
Deutschland-Chef optimistisch
Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster zeigt sich angesichts des bevorstehenden Börsengangs optimistisch und geht davon aus, dass das Unternehmen den Anlegern einen attraktiven Wertbeitrag liefern könne. Schuster erwartet im Vergleich zum Vorjahr ein gutes Wachstum, das sich bereits durch das gute Ergebnis des dritten Quartals 2012 abzeichne.

