Die Deutsche Telekom plant erst ab dem Jahr 2014 wieder mit einem Wachstum im Europageschäft. Aktuell stehen weitere Kostensenkungen und der Abbau von Arbeitsplätzen in dem einstigen Monopolunternehmen an.
Europachefin: Umsatzrückgänge sollen verlangsamt werden

Telekom Zentrale in Bonn, Foto: telekom.com
Über die leichte Verbesserung der Situation ab dem Jahr 2014 bei den europäischen Töchterfirmen berichtete nun Claudia Nemat. Die Europachefin der Telekom sagte dem Handelsblatt, dass die schwierige Gesamtwirtschaft in zahlreichen Staaten schuld daran sei, dass dies nicht vorher gelinge.
Aktuell gehe es für das Bonner Unternehmen darum, eine Verlangsamung der Umsatzrückgänge zu erreichen. Im ersten Halbjahr 2012 soll dies der Europachefin zufolge auch gelungen sein, in dem er halbiert wurde. Diese Kursrichtung soll beibehalten werden, ehe es im Jahr 2014 in ein moderates Wachstum übergehe.
Weiterer Personalabbau geplant
Damit dieses Ziel auch tatsächlich erreicht wird und Kosten heruntergefahren werden, soll es auch weitere Einschnitte beim Personal geben. In Ungarn beispielsweise soll mit der Gewerkschaft gerade ein Abkommen getroffen worden sein, dass den Abbau von 500 Stellen vorsieht. Zudem laufen auch in Griechenland Gespräche, fügte Nemat hinzu. Allerdings werde es keinen Ausstieg der Telekom bei der griechischen Tochter OTE geben. An diesem Unternehmen ist die Deutsche Telekom zu 40 Prozent beteiligt. Trotz aller Schwierigkeiten in Griechenland selbst, arbeite das Unternehmen profitabel und gewinne sogar Mobilfunkkunden dazu.
Deutsche Telekom: in Osteuropa stark, in USA mit Problemen
Besonders stark ist die Deutsche Telekom in Ost- und Südosteuropa vertreten. Im Bereich Festnetz und Mobilfunk sind die Bonner unter anderem in Ungarn, Kroatien oder Mazedonien die Nummer eins. Dagegen ist das USA-Geschäft der Telekom schon seit langer Zeit mit Problemen behaftet. Mit 33 Millionen Kunden ist T-Mobile USA nur die Nummer vier in den Vereinigten Staaten und chancenlos gegen die Marktführer wie AT&T. Zudem ist der geplante Verkauf des Unternehmens gescheitert. Nun soll mit der kleinen Mobilfunkfirma MetroPCS fusioniert werden.