Ein grober Fehler ließ am gestrigen Donnerstag die Börsenkurse des Suchmaschinengiganten Google gewaltig in den Keller rutschen. Die Zahlen für das abgelaufene Quartal wurden noch während des laufenden Börsenhandels veröffentlicht. In diesen wurden hohe Kosten ausgewiesen, das veranlasste viele Händler zum Verkauf ihrer Google-Aktien.
Aussetzung des Handels

Nachdem der Kurs um mehr als 10 Prozent verloren hatte, wurde der Handel schließlich ausgesetzt. Damit wollte man den Anlegern Gelegenheit geben, den Quartalsbericht des Unternehmens zunächst zu verarbeiten, denn die Erwartungen der Analysten konnte Google im dritten Quartal nicht erfüllen. Nach Mitteilung Googles wurden die Zahlen von einer Druckerei zu früh an die US-Börsenaufsicht weitergeben.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm das Unternehmen pro Aktie 1,80 US-Dollar weniger ein. Aus dem aktuellen Bericht geht hervor, dass Google im dritten Quartal 6,53 US-Dollar pro Aktienanteil verdiente. Börsenkenner hatten mit 4 US-Dollar mehr gerechnet. Der Umsatz konnte zwar um 45 Prozent gesteigert werden, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen zurück.
Teure Motorola-Übernahme
Vor allem die Übernahme des Mobilfunkunternehmens Motorola schlug negativ zu Buche. Im Mai hatte Google das Unternehmen für 12,4 Milliarden US-Dollar übernommen. Das kräftige Minus des Mobilfunkunternehmens trug zu einer Gewinnreduzierung bei Google bei.
Auch die Werbeeinnahmen, das Kerngeschäft Googles entwickelte sich nicht erwartungsgemäß. Im Vergleich zu den Vorjahreswerten konnte der Suchmaschinenkonzern 15 Prozent weniger Einnahmen durch Werbeklicks erzielen.
