Im Herzen der deutschen Bundeshauptstadt Berlin kann seit heute in manchen Teilen gratis das Internet genutzt werden. Im Rahmen eines Pilotprojekts startete ein öffentliches WLAN-Netz.
In Betrieb genommen haben dieses die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland. Dabei kann jeder User allerdings nur eine halbe Stunde am Tag kostenlos im Netz surfen. Wer allerdings Kunde von Kabel Deutschland ist, kann das Gratisangebot zu jeder Zeit nutzen. Das Projekt läuft zunächst zwei Jahre und wird dabei auch auf Potsdam ausgeweitet.
Rund 100 Funkstationen ab dem Jahr 2013

Beim Beginn des Pilotvorhabens am heutigen Freitag, den 19. Oktober 2012, waren 44 WLAN Hotspots, die einen Zugang zum Internet erlauben, mit von der Partie. Diese wurden dabei in Berlin-Mitte sowie im Stadtbezirk Prenzlauer Berg freigeschaltet. Wie der Chef von Kabel Deutschland, Adrian von Hammerstein, erklärte, sollen es bis zum Juni des kommenden Jahres 100 Funkstationen sein.
Während das aktuell vorhandene WLAN-Netz belebte Orte wie Unter den Linden, den Kollwitzplatz, den Hackeschen Markt der den Gendarmenmarkt abdecken, kommen weitere Orte hinzu. So sollen die 60 Hotspots unter anderem in Charlottenburg und Tiergarten installiert werden. Ein Teil der Hotspots ist zudem auch für das Zentrum der Stadt Potsdam vorgesehen.
Budget von zwei Millionen Euro vorhanden
Das Pilotprojekt des öffentlichen WLAN-Netzes in Berlin wurde mit einem Budget von zwei Millionen Euro ausgestattet. Davon stammen 316.000 Euro aus Fördermitteln der Landesmedienanstalt. Kabel Deutschland hat mit der Beteiligung an dem Projekt das Ziel, seine Geschäftsaktivitäten über den eigentlichen Kern TV-Anschlüsse hinaus auszudehnen. Bekanntlich bietet der größte deutsche Kabelnetzbetreiber schon Telefondienste und schnelles Internet an.
Mit einem breit aufgestellten WLAN-Netz könnten die Offerten des Unternehmens abgerundet werden. In der deutschen Hauptstadt verfügt Kabel Deutschland nach eigenen Angaben über 1,1 Millionen Kunden. Davon sind 190.000 bereits auch Nutzer von Telekommunikationsdiensten.

