Innerhalb der nächsten drei Jahre wird der Datenverkehr in Deutschland um 2.000 Prozent ansteigen. Davon geht Vodafone-Geschäftsführer Jens-Schulte Bockum in einem Gespräch mit der “Rheinischen Post” aus.
Zunehmende mobile Nutzung

In der Samstagausgabe des Blattes betont der neue Vodafone-Chef, dies liege vor allem an der zunehmenden mobilen Nutzung von Videos. Er geht davon aus, dass in drei Jahren gut 80 Prozent der Deutschen über ein Smartphone verfügen werden. Derzeit liegt der Anteil bei rund 30 Prozent.
Investitionen von einer Milliarde Euro jährlich
Vodafone investiert als zweitgrößter deutscher Anbieter in den Ausbau der neuen Netze. Schulte-Bockum erläutert, das Unternehmen habe die Investitionen in den Netzausbau in diesem Jahr deutlich erhöht. Das Telekommunikationsunternehmen wird in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau investieren. Auch in den nächsten beiden Jahren sind Ausgaben in dieser Höhe geplant. Der Vodafone-Chef plant, 2015 die flächendeckende Verbreitung des neuen Breitbandnetzes LTE erreicht zu haben. Dabei bemängelt Schulte-Bockum auf Nachfrage der “Rheinischen Post” das inakzeptable Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur. Er geht jedoch davon aus, dass die Bundesbehörde in Zukunft unbürokratischer genehmigt und Zusatzstellen für eine schnellere Bearbeitung der Anträge schafft. Trotz der zunehmenden mobilen Nutzung sieht der Vodafone-Chef das Festnetz nicht im Abseits und betont, das Unternehmen werde auch künftig gerade für Geschäftskunden Festnetzanschlüsse anbieten.
Angesprochen auf neue Zielgruppen erläutert Schulte-Bockum, dass er aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Tablet-Rechnern davon ausgeht, dass gerade auch ältere Menschen das Internetsurfen für sich entdecken. Das mobile Internetsurfen und die damit verbundenen Anwendungen seien seiner Ansicht nach inzwischen so bedienfreundlich und einfach geworden, dass die Nutzung nicht mehr nur einzelnen Personengruppen vorbehalten sei.
