In der Nähe von Magdeburg entsteht das größte Rechenzentrum Deutschlands. Am kommenden Mittwoch wird die Telekom-Tochter T-Systems in Biere den Grundstein für das neue Rechenzentrum legen.
Standort Sachsen-Anhalt am wirtschaftlichsten

Server im Rechenzentrum
Einem aktuellen Bericht des Berliner “Tagesspiegel” zufolge habe man den Auftrag weltweit ausgeschrieben. Der Standort in Sachsen-Anhalt habe sich nach eingehender Prüfung als wirtschaftlichster ergeben. Aktuellen Berichten zufolge fördert das Land Sachsen-Anhalt das Projekt mit einem Zuschuss in zweistelliger Millionenhöhe. In zwei Jahren werden vor allem Großkundendaten im Cloud-Computing verwaltet am neuen Standort verwaltet. Eigenen Angaben zufolge wird das Unternehmen eine dreistellige Millionensumme in den Aufbau investieren und rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen.
24.000 Quadratmeter für die Cloud
Der erste Bauabschnitt soll bereits in diesem Jahr fertiggestellt werden, danach werden in dem Hochsicherheits-Rechenzentrum 9.000 Quadratmeter für das Cloud Computing zur Verfügung stehen. Nach kompletter Fertigstellung im Jahr 2015 werden 24.000 Quadratmeter genutzt werden können.
Olaf Heyden, Geschäftsführer der ICT Operations bei T-Systems betont, der Bedarf für die Rechenzentrumsleistung lasse sich bereits auf Jahre im Voraus absehen. Große Unternehmen gehen immer mehr dazu über, Dienstleistungen über das Netz in Anspruch zu nehmen und Daten in die Cloud auszulagern. In einem Münchner Rechenzentrum wurden daher bereits Mitte des Monats weitere Serverflächen in Betrieb genommen, die ausschließlich für das Cloud Computing genutzt werden.
Neben der Errichtung des neuen Rechenzentrums in Biere wird parallel das bereits bestehende Rechenzentrum des Unternehmens in Magdeburg ausgebaut. Darüber hinaus wird aus Absicherungsgründen ein komplettes Pedant des bereits bestehenden Zentrums in die neue IT-Landschaft integriert.
Umweltfreundlich und sicher
Eigenen Angaben zufolge legt man dabei besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und höchsten Sicherheitsstandard. Dabei wird das Verhältnis von IT zur Fläche effizient ausgenutzt und kann so mit einem recht geringen Energieaufwand betrieben werden.
Dr. Reiner Haseloff, Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts äußerte sich erfreut über das T-Systems-Vorhaben und betonte, die wachstumsstarke heimische IT-Branche erhalte mit dem Bau des Rechenzentrums einen weiteren Schub.
