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Bundesverbraucherministerin fordert mehr Smartphone-Sicherheit

News // David // 24. Oktober 2012

Viele Verbraucher haben kein Vertrauen in die Sicherheit eines Smartphones und verzichten daher auf dessen Gebrauch. Wieder andere installieren aus Sicherheitsgründen keine Apps auf ihrem Gerät. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner fordert daher höhere Sicherheitsstandards.

Sicherheitsaspekte stehen im Vordergrund

Smartphone

Smartphone

Einer Emnid-Umfrage zur Sicherheit und zum Datenschutz bei Smartphones zufolge stehen bei einer Kaufentscheidung vor allem Sicherheitsaspekte im Vordergrund. Von 4.000 Befragten gaben 45 Prozent an, dies als wesentliches Kriterium bei einer Entscheidung für ein Smartphone anzusehen. Die meisten Verbraucher sind durchaus bereit, für höhere Sicherheitsstandards mehr zu zahlen. Von den Befragten, die dies ablehnten, sind 95 Prozent der Meinung, ein Smartphone müsse bereits ab Werk mit den notwendigen Sicherheitseinstellungen ausgerüstet sein. Aigner betonte in diesem Zusammenhang, sie gehe davon aus, dass auf Dauer auf dem Markt nur Produkte bestehen könnten, die diese Anforderungen auch erfüllten. Gleichzeitig kritisierte die Ministerin, dass bei Smartphones und den zugehörigen Apps die Sicherheitsstandards leider noch nicht selbstverständlich seien.

Bringschuld der Hersteller und Entwickler

Dabei sieht Aigner die Anbieter in der Bringschuld. Die App-Entwickler und die Geräthersteller müssen ihrer Ansicht nach die Verbraucher vor einer missbräuchlichen Verwendung ihrer Daten schützen. Nutzer müssen ihrer Meinung nach jederzeit volle Kontrollmöglichkeit über ihre Daten haben. Dabei betonte Aigner, auch bereits auf den Smartphones vorinstallierte Apps müssten jederzeit komplikationslos zu löschen sein.

Nur sehr wenige der Befragten nutzen ihr Smartphone zur Erledigung von Bankgeschäften oder als mobiles Zahlungsmittel. Als Grund dafür wurde vor allem mangelndes Vertrauen in die Sicherheit genannt. Rund zwei Drittel aller Befragten gab an, generell einen Zugriff auf ihr Smartphone abzulehnen.

Auf dem am 13. November in Essen stattfindenden IT-Gipfel werden die Fragen zur Smartphone-Sicherheit und die Stärkung des Vertrauens in das mobile Internet im Vordergrund stehen.

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