Kostenpflichtige Premiumdienste im Internet finden hierzulande offenbar immer mehr Anklang. Zu dieser Einschätzung gelangt eine repräsentative Befragung des ITK-Branchenverbandes Bitkom.
Den Resultaten der Umfrage zufolge werden insbesondere bessere Leistungsangebote zum Verschicken von E-Mails genutzt. Demnach nutzen 3,7 Millionen Menschen in Deutschland einen derartigen kostenpflichtigen E-Mail-Dienst – dies sind sieben Prozent. Ebenso sind auch die Cloud-Dienste immer mehr gefragt in Deutschland.
Speicherdienste werden von über 2 Millionen Menschen genutzt

Cloud als Datenspeicher
Denn insgesamt schaffen es die kostenpflichtigen Speicherkapazitäten für persönliche Daten wie zum Beispiel Musik, Videos oder Fotos auf einen Anteil von vier Prozent. Dies bedeutet, dass 2,1 Millionen Menschen extra für eine erweiterte Leistung beim Speichern der eigenen Daten nutzen. Hierbei sind es vor allem die E-Mail- und Speicherdienste, die per Cloud Computing genutzt werden.
Somit werden die Inhalte nicht direkt auf dem eigenen Computer, Smartphone oder Tablet gespeichert. Vielmehr erfolgt das Nutzen von Speicherdiensten im Internet. Einer anderen Bitkom-Umfrage zufolge nutzen schon 80 Prozent der deutschen User Cloud-Services zum Speichern von Daten.
Die Kostenstruktur der Dienstleistungen
Im Normalfall sind die Basispakete der Dienstleistungen kostenlos und finanzieren sich über Werbeeinblendungen. Wer aber ein größeres E-Mail-Postfach nutzen will, mehr Speicherplatz für seine Daten benötigt oder aber einen verbesserten Viren- und Spamschutz in Anspruch nimmt, der muss in der Regel zwischen drei und zehn Euro im Monat hinblättern.
Wie der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Professor Dieter Kempf, erklärte, sollte bei einem Bedarf an mehr Leistungen über das kostenpflichtige Upgrade nachgedacht werden. Zahlreiche User würden mehrere Male am Tag auf ihre persönliche Daten oder E-Mails zugreifen. Für nur wenige Euro im Monat erhöhe sich für diese User der Leistungsumfang enorm.
