Die Deutschen rangieren beim Empfang von schädlichen Spam-Mails im weltweiten Vergleich auf dem ersten Rang. Der monatliche Spam-Report des Sicherheits-Unternehmens Kaspersky Lab zeigt, dass 13,82 Prozent der registrierten schädlichen Anhänge und Links in deutschen Mails auftauchen.
Anstieg in Deutschland um sechs Prozent

Die USA, die bisher die Liste anführten, sind im Länderranking überraschend auf den achten Platz zurückgefallen. Der Abstand Deutschlands zum zweitplatzierten Spanien ist deutlich, dort tauchen 7,43 aller Schädlinge in den E-Mails auf. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet der aktuelle Wert für Deutschland einen Anstieg um sechs Prozentpunkte.
Weltweiter Rückgang des Spamverkehrs
Insgesamt ermittelten die Sicherheitsexperten einen Rückgang des betrügerischen Spam-Verkehrs. Weltweit enthielten insgesamt 3,4 Prozent aller Mails schädliche Dateien, im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies einen Rückgang um 0,5 Prozent. Kaspersky teilt mit, dass zunehmend Mails mit Social-Engineering-Tricks unterwegs seien. Dabei werden Nachrichten versandt, die sich auf scheinbar aktuelle Themen beziehen. Das weltweit diskutierte Video “Die Unschuld der Muslime” wurde im September über Mailnachrichten verschickt. Dabei gelangten User aber nach einem Klick nicht auf das umstrittene YouTube-Video sondern auf manipulierte Webseiten. Häufig werden auch gefälschte Lotteriemitteilungen über angebliche Gewinne versandt. Als weiteres Beispiel nennen die Sicherheitsexperten gefälschte Mails der US-Präsidentengattin Michelle Obama. Auch hier wird dem Empfänger ein Lotteriegewinn versprochen. Klicken die Empfänger auf der Mail angefügte Links, so werden sie auf infizierte Internetseiten weitergeleitet. Zugenommen haben auch schadhafte Mails, die angeblich von Couponanbietern wie Groupon stammen.
Erster Weihnachts-Spam unterwegs
Obwohl wir erst Ende Oktober haben, sind schon erste Weihnachts-Spam-Mails unterwegs. Kaspersky teilt mit, entsprechende Mails seien in diesem Jahr früher als sonst registriert worden. Die ersten Sendungen dieser Art waren in russischer Sprache verfasst und luden zu einer Kinderweihnachtsvorstellung in Moskau ein. Die Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass weitere Spam-Mails in deutscher und englischer Sprache folgen werden.
Die meisten manipulierten E-Mails stammen zu 26,4 Prozent aus China, gefolgt von 12,5 Prozent aus den USA. Auf dem dritten Platz liegt Indien mit einem Anteil von 18 Prozent.

