Wie schon in den Jahren zuvor werden die mobilen Datendienste auch in 2012 in Deutschland noch mehr genutzt als im Jahr zuvor. Dabei setzt sich auch der Trend fort, dass sich die Umsätze der mobilen Datennutzung und des mobilen Telefonierens weiterhin gegenläufig entwickeln.
Mobile Datennutzung steigt um 13 Prozent

Mobile Datennutzung steigt um 13 Prozent
Dies ergibt sich anhand der neuesten Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom. Demnach sollen in diesem Jahr mit den mobilen Daten 8,5 Milliarden Euro umgesetzt werden. Damit würden die Umsätze im Vergleich zu 2011 um 13 Prozent ansteigen. Der Branchenverband bezieht sich bei seinen Zahlen auf eine Auswertung des European Information Technology Observatory (EITO). Noch im Jahr 2005 lag der Umsatz bei den Datendiensten mit den Handys und Smartphones bei gerade einmal vier Millionen Euro.
Mobil-Telefonie sinkt immer mehr
Auch im Jahr 2012 entwickeln sich dabei mobile Datennutzung und das mobile Telefonieren wieder gegenläufig. Denn wie schon in den vergangenen drei Jahren wird auch im Jahr 2012 wieder weniger mobil telefoniert als im Vorjahr. Der für dieses Jahr erwartete Umsatz von 12,8 Milliarden Euro bedeutet demnach ein Minus von vier Prozent im Vergleich zu 2011. Im Jahr 2005 betrug der Umsatz noch 19,1 Milliarden Euro, seit dem Jahr 2006 allerdings sinken die Umsätze bei der mobilen Telefonie kontinuierlich.
Wachstumsschub mit LTE trotz Probleme bei der Bundesnetzagentur
Die vierte Mobilfunkgeneration LTE wird nach Einschätzung von Bitkom in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass die mobile Datennutzung auch weiterhin jährlich ansteigen wird. Hierbei könnte Deutschland aber bekanntlich den Anschluss verlieren, wie der Branchenverband nicht müde wird zu betonen. Denn mit der Vorlage dieser neuesten Zahlen wurde erneut betont, dass die Bundesnetzagentur dafür sorgt, dass sich LTE hierzulande nicht schnell genug entwickelt. Denn in der Behörde stapeln sich bekanntlich seit Monaten die Anträge für Richtfunkgenehmigungen, die nicht schnell bearbeitet werden.

