Eigenen Angaben zufolge ist es dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica gelungen, ein Telefongespräch ohne Unterbrechung aus dem LTE-Netz in das UMTS-Netz weiterzuleiten. Damit gelang dem Unternehmen ein Durchbruch, denn dieser sogenannte “Handover” fand weltweit das erste Mal statt.
Wechsel von LTE in 3G-Netz unter realen Bedingungen

Der Wechsel ist im Münchener Labor unter realen Mobilfunkbedingungen getestet worden. Wird ein Telefonat im LTE-Netz begonnen, so kann nun beim Verlassen des LTE-Sendegebietes ein unmerklicher Wechsel in ein konventionelles Netz vollzogen werden. Bisher war die Verbindung beim Verlassen des Gebietes stets abgerissen und ein neuer Rufaufbau war erforderlich. Damit ist es dem spanischem Konzern als erstem Anbieter gelungen, ein “Handover” herzustellen. Dabei kamen Unternehmensangaben zufolge Techniken unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, unter anderem von Nokia Siemens Networks, Ericsson und Sony Mobile.
Bisher konnte VoLTE nach Angaben des Providers nur selten genutzt werden, mit den neuesten Tests könnte vor allem das Telefonieren im Auto deutlich verbessert werden. Verlässt das Fahrzeug das LTE-Funkgebiet, so reißt die Verbindung nicht ab. LTE wurde in der Vergangenheit für die schnelle Übertragung von Daten verwendet, beim Telefonieren spielte es kaum eine Rolle.
Telefónica präsentiert Neuheiten in Barcelona
Telefónica betont seine Vorreiterrolle im Bereich der neuen Breitbandtechnologie LTE und sieht sich im 4G-Bereich als weltweit führend. Telefónica-Chef René Schuster erläuterte, mit dem technischen Standard würde das Unternehmen seinen Kunden die höchstmögliche Qualität zur Verfügung stellen. Die neuen Innovationen wird der Anbieter in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentieren. Die Mobilfunkmesse findet vom 25. bis zum 28. Februar statt.
