Europas schnellster Supercomputer steht in Jülich. Im Forschungszentrum wurde der JuQueen genannte Rechner offiziell eingeweiht. Das Gerät kann gigantische sechs Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde durchführen.
Simulation des menschlichen Gehirns

Mit der Rechenleistung von 5,9 Petaflops sollen vor allem Forschungsprojekte aus den Bereichen Quanten- und Klimaforschung, Material- und Energieforschung aber auch Hirnforschung unterstützt werden. Wissenschaftler aus 23 Ländern arbeiten an einer Simulation des menschlichen Gehirns durch den Superrechner. Aktuellen Berichten zufolge wird es noch einige Zeit dauern, bis Wissenschaftler mit einem Computer eine menschliches Gehirn nach bilden könnten. Gefördert wird die Maßnahme in Jülich durch die Europäische Union, die das Projekt mit einer halben Milliarde Euro unterstützen.
Energieeffizientes Arbeiten
Bei der Einweihung betonte der Vorsitzende des Forschungszentrums Achim Bachem, in der Wissenschaft seien Simulationen auf Rechnern unverzichtbar. Durch die gesteigerte Leistung des Rechners könnten Fortschritte in vielen Bereichen erzielt werden. JuQueen arbeitet nicht nur rasant schnell, sondern außerdem auch deutlich energieeffizienter als andere Vorgängermodelle. Forschungsleiter Professor Thomas Lippert betonte, der Rechner arbeite viermal effizienter als vergleichbare andere Modelle. Vor allem eine neuartige Möglichkeit der Wasserkühlung macht dies möglich. Außerdem trägt die Verwendung besonderer Prozessoren zur Energieffizienz bei.
Doch in den nächsten Jahren wird der Bedarf an hoher Rechnerleistung weiter ansteigen, das berichtet die “Welt” in einem Artikel. Das Blatt berichtet, derzeit würden bereits fünf Prozent der gesamten Stromproduktion in den Industrienationen für den Betrieb von Rechnern verwendet. Um den Energiebedarf der Geräte möglichst gering zu halten, arbeiten Forscher bereits an der Entwicklung von Konzepten. Problematisch dabei ist vor allem der hohe Energiebedarf der Prozessoren.
