50 MBit/s reichen für Buglas nicht aus

Für den Bundesverband Glasfaseranschluss (kurz: Buglas) ist der von der Bundesregierung geplante Netzausbau für bis zu 50 MBit/s nicht ausreichend. Gefordert werden mindestens 100 MBit/s.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat mit seiner Breitbandinitiative Zugangsgeschwindigkeiten bis 50 MBit/s geplant. Das ist für den Verein Buglas, einem Zusammenschluss verschiedener regional tätiger Telekommunikationsunternehmen, aber nicht genug.

Bei Buglas setze man darauf, die Glasfasertechnik direkt bis ins Haus oder gar bis in die Wohnung zu verlegen. Damit sind auch Geschwindigkeiten jenseits der 100 MBit/s möglich. Die Telekom verlegt dagegen ihre Glasfaserleitungen nur bis zum Hauptverteiler, ab dort geht es dann mit Kupferleitungen bis ins Haus. Dadurch wird die mögliche Zugangsgeschwindigkeit stark reduziert.

Das Ziel des Verbandes Buglas ist die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Anbietern beim Ausbau des Netzes und die Unterstützung der Bundesnetzagentur hinsichtlich der Bewertung verschiedener Kriterien bei Entgeltentscheidungen.

Anders als die Telekom setzen z. B. die Kabelbetreiber schon seit längerem auf die Glasfasertechnik. So sind in einzelnen Kabelnetzen bereits mehr als 100 MBit/s möglich, und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.